Am Berufs- und Ausbildungsevent Rheintal (BAeR) in Altstätten tauchten hunderte Jugendliche in die Berufs- und Ausbildungswelt ein. Auch viele Eltern waren dabei, um ihre Kinder im Berufswahlprozess zu begleiten.
An einem Stand hantieren zwei Schülerinnen mit farbigen Flüssigkeiten in Reagenzgläsern. Sie erfahren mehr über den Beruf als Chemielaborantin. Nebendran testen Jugendliche am Schreinerstand einen Mini-Fräsroboter aus. Und im Rahmen eines Forums informiert sich eine andere Gruppe darüber, welche Perspektiven die Matura eröffnet. Diese Mischung macht den BAeR aus: «Jugendliche und ihre Eltern lernen einerseits rund 60 Lehrberufe und fast ebenso viele Lehrbetriebe kennen. Andererseits erfahren sie mehr über die Kanti und die Berufsmaturität», erklärt Letizia Wenger.


















Eltern haben zentrale Rolle
Wenger ist Geschäftsführerin des Vereins Schule und Wirtschaft (SchuWi) Rheintal, der hinter dem BAeR steht. Sie betont die zentrale Rolle, welche die Eltern im Berufswahlprozess ihrer Kinder wahrnehmen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Unterstützung und Eigenverantwortung sei dabei wichtig: «Am Ende entscheiden die Jugendlichen.»
Rheintal profitiert als Ganzes
Der BAeR biete die Gelegenheit, auch mal in völlig andere Berufe und Ausbildungen hineinzuschnuppern. Wenger nennt ein Beispiel: «Am Stand der Medizinischen Praxisassistenten messen auch Jungs den Blutdruck. Dadurch lernen sie ein Berufsfeld kennen, dass viele von ihnen sonst gar nicht beachten.» An den Ständen könnten sie sich zudem direkt für Tagespraktika bei den Firmen anmelden. Der BAeR schaffe damit viele Win-win-Situationen: «Die Jugendlichen können zwanglos an ihrer Zukunft tüfteln – egal, ob diese nun mit einer Lehre oder der Kanti startet. Und das Rheintal kann sich als attraktive Berufs- und Bildungsregion positionieren, die den Jugendlichen begeisternde Perspektiven für einen erfolgreichen Einstieg in die Berufswelt bietet.»
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